Vergleiche hinken

Gestern baue ich eine eine gute Nachricht über KompoZer 0.8b1 in die Überarbeitung ein:
Die von Hand gestaltete Form des Quelltextes bleibt erhalten. Nicht immer, Absätze werden noch willkürlich umgebrochen, aber die in zwei Übungen per Quelltext-Edit gepflegte Linkliste schon. Es bewegt sich etwas in der Richtung.
Wie nun aber den von WYSIWYG angelockten HTML-Ablehner das Arbeiten im Quelltext verklickern? Mir ist in der Einleitung das eingefallen:
Laien können prima Autofahren, auch wenn ein Blick unter die Motorhaube oder das Chassis auf Verständnislosigkeit trifft. Heutige Autos machen diesen Blick auch überflüssig. Zu Beginn der Motorisierung wurden Autos aber nicht von Laien, sondern Chauffeuren gefahren, die ständig am Auto schrauben mussten und das konnten. Benzinautos waren 1900 so unzuverlässig, dass Taxifahrer damals dem heute wiederkehrenden Elektroauto den Vorzug gaben, damit sie überhaupt zum Geldverdienen kamen. KompoZer ist das Benzinauto von 1900 und braucht den Blick unter die Motorhaube, was hier einen Blick in den unteren Teil mit dem Quelltext bedeutet. Wer also sich mit HTML nicht beschäftigen will, kann KompoZer guten Gewissens fahren, nur wird dann oft der Ruf nach dem Reparateur erforderlich. Im Quelltext schrauben holt aber mit Sicherheit mehr aus der Kiste.

(Hinweis an meine neuen Besucher: Wie alles im Blog, kann auch das hier direkt kommentiert werden. Kommentaren zu diesem Blog anderswo gehe ich nicht nach.)

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Ein Kommentar zu „Vergleiche hinken

  1. Genau das war/ist mein Problem. Ich hatte mich damals bewußt für NVU entschieden, nachdem man mir zuerst SELFHTML oder einen Crashkurs html empfohlen hatte. Mittlerweile akzeptiere ich auch geringe Mengen HTML. Finde es teilweise sogar spannend im Quelltext und mit CSS zu arbeiten. Allerdings nur nach dem Motto: learning by doing. Seitenlange Abhandlungen oder Filmchen auf youtube, ohne einen praktischen Bezug, sind mir ein Graus. Da bekomme ich regelrecht Panikanfälle.
    Dein Vergleich ist interessant, hinkt aber etwas. Es gibt eine große Anzahl von Usern bei allen Programmen, sei es GIMP, Blender usw., die mit dem Wenigen was sie erreicht haben voll zufrieden sind. Das ist bei vielen Freaks das größte Problem, denke ich. Man muß auch mal akzeptieren, daß nicht jeder ein Spezialist werden möchte. Bei Internetseiten kommt noch dazu, daß, steht erst einmal die Seite, viele für mehrere Jahre sich nicht mehr mit dem Programm beschäftigen. Deshalb möchten sie sich gar nicht so stark einarbeiten. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Hauptsache das Auto fährt von A nach B. Zur Not kann ich noch Reifen wechseln oder Öl und Scheibenwischerwasser nachfüllen.

    Gruß ernesto

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